Der duftende Lavendel mit seinen zarten violetten Blüten ist im Mittelmeerraum fast überall wild wachsend anzutreffen. Für viele Menschen ist ein Meer von duftenden Lavendelblüten der Inbegriff der Provence und des südlichen savoir vivre. Auch in unseren Gärten wird der Lavendel immer beliebter.
Vor allem in Kombination mit Rosensträuchern wird er gerne gepflanzt, da man ihm die Eigenschaft nachsagt, die Blattläuse von den Rosen fernzuhalten. Auch optisch ergibt der buschig wachsende Lavendel mit seinem silbrigen Laub einen schönen Kontrast zu üppig blühenden Rosen.
Bei der Pflege von Lavendel sollte man allerdings immer bedenken, dass diese Pflanze aus dem Süden stammt und auf sandigen, kalkhaltigen Böden an vollsonnigen Standorten wächst. Ansonsten stellt der Lavendel in der Pflege keine besonderen Ansprüche, er braucht nur wenig Wasser und alle zwei bis drei Wochen sollte er gedüngt werden.
Zur Pflege von Lavendel gehört auch der Schnitt. Hier sollte man vorsichtig ans Werk gehen. Möchte man einen buschigen, kompakten Wuchs erreichen, sollte man die Pflanze unmittelbar nach der Blüte zurückschneiden, dabei nicht in altes Holz schneiden, da die Pflanze daraus keine neuen Triebe mehr bildet. Auch sollte man den Lavendel nach dem August nicht mehr schneiden, da die Pflanze sonst keine Gelegenheit hat auszureifen und frostempfindlich werden könnte. Möchte man die Blüte im Spätsommer nicht schneiden, kann ihn aber auch getrost erst im zeitigen Frühjahr, der März ist ein guter Zeitpunkt, schneiden.
Die verblühten Triebe bilden auch einen guten Winterschutz für die Pflanze. Hat man die Blüten jedoch rechtzeitig geschnitten, sollte man sie unbedingt trocknen und in kleinen Beuteln aufbewahren. In diesen Duftsäckchen kann sich das ganze Jahr über eine Erinnerung an den Sommer konservieren.
(INT)